Grünweiß holt zweiten Rückrundensieg

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 21. Januar 2020

Mit 6:3 gelingt dem TTC Grünweiß Bad Hamm gegen den 1. FC Saarbrücken der zweite Sieg in Folge in der 2. Bundesliga. Mit nunmehr 13:9-Punkten rückt die Truppe um Gerrit Engemann in der Tablle auf Platz 4.

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War heute nicht zu bezwingen: Gerrit Engemann

Direkt vor Spielbeginn gab es einen ersten Dämpfer für die Grünweißen. Der Schläger von Kai Zhang war zu dick und damit nicht regelkonform. Der US-Amerikaner griff dann für das Doppel auf seinen Ersatzschläger zurück, der aber nach dem Doppel vom Oberschiedsrichter ebenfalls als nicht regelkonform eingeschätzt wurde, weshalb er dann im erstes Einzel den Ersatz-Schläger von Pavel Platonov nutzte. Auf diesem Niveau mit ungewohntem Material zu spielen, ist ein deutlicher Nachteil - erschwerte Bedingungen für die Grünweißen, um die Punkte in heimischer Halle zu halten.

Zunächst ließ es sich in den Doppel gut an. Kai Zhang/Hermann Mühlbach gewannen den 1. Satz gegen Zatowka/Cnudde und waren 8:6 in Front. Parallel führten Pavel Platonov und Gerrit Engemann bereits mit 2:0 in den Sätzen. Dann drehten sich beide Spiele. Das Doppel Zhang/Mühlbach verlor knapp den 2. Satz und hatte dann keine wirkliche Chance mehr, es wäre aber auch egal gewesen, denn Zhangs Ersatzschläger war ja ebenfalls nicht regelkonform und daher wurde die Partie mit dreimal 11:0 für die Saarbrücker gewertet. Platonov/Engemann brachten den dritten Satz nach knapper Führung nicht nach Hause, verloren den Vierten und mussten dann unerwartet in den Entscheidungssatz. Hier gingen die Hammer schnell mit 5:2 in Führung, doch der Seitenwechsel bekam ihnen schlecht, plötzlich stand es 5:6. Dann kam aber die zweite Luft und das Grünweiß-Duo machte 6 Punkte in Folge zum 3:2-Sieg.

Oben traf Kai Zhang auf Florian Cnudde, normalerweise eine 50/50-Partie. Zhang verlor nach Führung den 1. Satz. Im Zweiten war er besser drin, verlor nur knapp mit 9:11, den 3. Abschnit konnte er gar gewinnen. Satz 4 und damit der Sieg insgesamt ging aber letztlich klar an den Saarbrücker.

Pavel Platono benötigte am Nebentisch einen Satz, um sich auf das Spiel von Zatowka einzustellen. Nach einem 9:11, hieß es schließlich 11:8, 11:7 und 11:1 für den Weißrussen, dem im letzten Satz 11 Punkte in Folge gelangen.

Unten bekamen die Zuschauer zwei umkämpfte Begegnungen zu sehen. Gerrit Engeann setzte sich in vier Sätzen gegen Jugend-Nationalspieler Mike Hollo durch und bewies vor allem am Ende von Satz 3 und 4 seine Nervenstärke. Im 4. Durchgang konnte er sogar einen Satzball abwehren, um dann selbst den Sack zuzumachen. Hermann Mühlbach verlor 1:3 gegen den Slowenen Hribar, hatte dabei aber durchaus seine Möglichkeiten als er eine 10:8-Führung bei 1:1 in den Sätzen nicht verwerten konnte.

Das Spiel stand auf des Messers Schneide, aber auf Pavel Platonov war wieder einmal Verlaß. In einer sehenswerten Begegnung setzte er sich knapp, aber trotzdem souverän mit 3:1 durch.

In der Zwischenzeit hatte Kai Zhang seinen Schläger mit neuen Belägen versehen, die dann auch regelkonform waren. Mit dem eigenen Spielgerät gelang dann Kai Zhang dann ein 3:1 gegen den Polen Zatowka.

Den Schlusspunkt setzte Gerrit Engemann mit einem 3:0 gegen Hribar, gegen den er zuvor auch schon verloren hat.

Am Nebentisch lag Hermann Mühlbach 2:1 und 7:6 in Front und war damit zumindest schon in Siegnähe, aber Gerrit Engemann hatte den Sack schon zugemacht und Mühlbach brauchte sein Spiel nicht mehr zu beenden.

Beim 6:3-Sieg sah man gute Vorstellungen von Platonov und Engemann, die beide ungeschlagen blieben, einen Kai Zhang, der trotz selbst verschuldeter Widrigkeiten einen Sieg holen konnte und einen Hermann Mühlbach, der zeigte, dass er absolut konkurrenzfähig in Liga 2 ist.

Gerrit Engemann zum Spiel: 'Ich habe trotz einer Zerrung im Adduktorenbereich, die ich mir unter der Woche im Training zugezogen hatte, heute gut gespielt und bin froh, dass wir gewonnen haben und ich drei Punkte beisteuern konnte.'

Die Hammer haben nun 13:9-Punkte und können sich vermutlich eher nach oben als nach unten in der Tabelle orientieren. Zumindest beträgt der Abstand auf den ersten Abstiegsrang inzwischen 7 Punkte.

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