Grünweiß-Festtage bei den TT-Finals in Erfurt

Drucken
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 28. Juni 2026

Bericht Westfälischer Anzeiger

Erfurt/Hamm – Die grün-weißen Festtage sind am Sonntag in Erfurt geendet, doch auch einen Tag später ist der Stolz aus Martin Vatheuers Stimme vernehmbar.

chatgpt image 8. juni 2026 22 56 34

Selbst kehrte der Vorsitzende des TTC GW Bad Hamm mit zwei erspielten Medaillen in der Konkurrenz Senioren 55 (Gold im Doppel mit Ralf Ritter, Bronze im Einzel) von den 94. Deutschen Meisterschaften im Rahmen der Tischtennis-Finals zurück und freute sich gleichermaßen über nicht weniger erfolgreiche Schützlinge aus seinen Reihen, die es sich auf dem Treppchen bequem machten.

chatgpt image 7. juni 2026 13 12 06

chatgpt image 7. juni 2026 19 58 43a

Über allem glänzten der dritte Rang und der vorausgegangene Viertelfinal-Sieg über Dimitrij Ovtcharov von Andre Bertelsmeier in der Erwachsenen-Klasse. Der gebürtige Hammer, der mittlerweile für den Bundesligisten TSV Bad Königshofen aufschlägt, siegte in einem nervenaufreibenden Krimi, in dem er fünf Matchbälle abwehrte, gegen „Mr. Olympia“ mit 4:3 und hatte auch den früheren Team-Europameister Patrick Franziska in der Vorschlussrunde in einem Marathon-Match am Rande einer Niederlage. Erst im siebten Satz fiel die Entscheidung gegen den 20-Jährigen.

csm bertelsmeier andre vh-spf tt-finals 2026 foto ms 2e40a5bc88

„Wir waren im gleichen Hotel und haben uns getroffen. Da freut man sich schon, dass man seinen Teil dazu beigetragen hat“, strahlte Vatheuer.

Im Doppel der Herren schmetterte Bertelsmeier den nächsten Coup über das Netz. Mit seinem kongenialen Partner Wim Verdonschot stürmte der Hammer ins Endspiel, in das es auch Profi Franziska mit Ricardo Walther geschafft hatte. Die beiden Youngster lagen als Titelverteidiger im dritten Durchgang, nachdem die ersten zwei Sätze schon verloren gingen, mit 0:8 aussichtslos zurück, starteten aber mit Kampfgeist und Klasse eine furiose Aufholjad und krönten das Mega-Comeback mit dem Titelgewinn. „Keine Ahnung, wie wir das gewonnen haben, ganz ehrlich. Es bedeutet uns sehr viel, diesen Titel verteidigt zu haben – Deutscher Meister zu werden, ist immer eine große Ehre“, sagte Bertelsmeier dem Online-Portal „myTischtennis“.

Der aus Münster stammende, aber für GW in der NRW-Liga und ab der kommenden Saison auch in der Regionalliga antretende Sebastian Lenz gewann die deutsche U15-Meisterschaft und ließ die Favoriten Tien Nghia Phong sowie Lukas Wang hinter sich.

Außerdem fuhr Friedrich Kühn von Burgsdorff im Jugend 19 Doppel Bronze ein, holte Chris Andersen im Jugend 19 Mixed Bronze und überraschte Uwe Witte mit Silber bei den Senioren 60.

TT-Finals 2026 - eine ganz starke Bilanz der Spieler des TTC Grünweiß Bad Hamm!